VDP – Variable Data Printing

Im Folgenden werden die Technologie des variablen Datendrucks (VDP) und die unterstützten Komponenten beschrieben, die Ihnen zum Erstellen von variablen Datenaufträgen zur Verfügung stehen.

Beschreibungen spezifischer VDP-Szenarios und VDP-Workflows finden Sie im Dokument Workflow-Beispiele.

Ein typischer Anwendungsbereich für den variablen Datendruck sind personalisierte Briefe und Anschreiben, wie sie für Direkt-Mailing-Kampagnen verwendet werden. Dazu müssen Master-Elemente, die in allen Kopien eines Dokuments gleich sind (wiederverwendbare Daten), mit variablen Daten kombiniert werden, die sich von Kopie zu Kopie ändern. Mithilfe des variablen Datendrucks können Sie Ihre Kommunikation personalisieren und Ihre Druckerzeugnisse mit Elementen versehen, die für die jeweiligen Zielpersonen besonders ansprechend sind.

VDP-Lösungen

Komponenten variabler Datenaufträge

Ein typischer VDP-Auftrag umfasst folgende Hauptbestandteile:

Inhalt

Inhalt können Texte, Bilder und Fotos sein, die an unterschiedlichen Stellen in einem Dokument platziert werden. Sie können statische und variable Inhalte erstellen; dafür stehen Ihnen eine Vielzahl von Anwendungen (z. B. Adobe Photoshop oder Microsoft Word) zur Verfügung.

Datenbank

Eine Datenbank ist eine Tabelle, die alle veränderlichen oder variablen Elemente für ein Druckerzeugnis enthält (z. B. Texte, Grafiken und Fotos). Für den variablen Datendruck können Datenbanken verwendet werden, die mit gängigen Desktop-Programmen wie Microsoft Excel oder FileMaker Pro erstellt wurden. Die Daten müssen in Datensätzen und in Feldern (Kategorien) für jeden Datensatz organisiert sein. In einer Datenbank mit Personenangaben stellt eine Person einen Datensatz dar, während Angaben wie Name, Adresse, Telefonnummer usw. die Felder (Kategorien) bilden.

Geschäftsregeln

Geschäftsregeln, die innerhalb einer VDP-Anwendung definiert werden, bestimmen die variablen Inhalte, die verwendet werden sollen, und ihre Positionierung innerhalb eines Dokuments. Entsprechend diesen vorgegebenen Regeln, die durch „IF“- und „THEN“- Anweisungen beschrieben werden, ruft die VDP-Anwendung bestimmte Elemente aus den Datenbanken ab, um personalisierte Seiten und Dokumente mit unterschiedlichen Texten und Fotos für die jeweiligen Zielpersonen zu generieren. So kann z. B. vorgegeben werden, dass für bestimmte Altersgruppen unterschiedliche Inhalte gedruckt werden.

Layout

Das Layout beschreibt das Design oder den Seitenaufbau eines Dokuments; für diesen Zweck kann jedes DTP- oder Textverarbeitungsprogramm verwendet werden. Das Layout muss den Bereich für die variablen Texte und Bilder umfassen.

VDP-Anwendungen

VDP-Anwendungen kombinieren die Master-Elemente mit den variablen Informationen und bereiten das Dokument für die Druckausgabe vor. Wenn Sie FreeForm verwenden, benötigen Sie keine spezielle VDP-Anwendung.

Ausgabegerät

Das Ausgabegerät ist das Gerät, auf dem die digitalen Dateien auf Papier oder einem anderen Medium ausgegeben – gedruckt – werden. Dabei kann es sich um einen Drucker, einen Kopierer oder eine Digitaldruckmaschine handeln, der/die den variablen Datendruck unterstützt.

Ein Beispiel für den variablen Datendruck

ist eine Broschüre, in der die Kunden namentlich angesprochen und weitere persönliche Informationen über die einzelnen Kunden aus einer Marketing-Datenbank abgerufen und in die Broschüre integriert werden. Die Hintergrundelemente, Abbildungen und Textblöcke, die in allen Kopien der Broschüre identisch sind, bilden die Master-Elemente. Die Namen der Kunden und die anderen kundenspezifischen Informationen bilden die variablen Elemente.

In seiner einfachsten Form kann der variable Datendruck als Serienbrieffunktion verwendet werden, er bietet aber weiter gehende Möglichkeiten: Sie können Vierfarbbilder, Grafiken, Texte und andere Objekte dynamisch zusammenstellen und so Dokumente erstellen, die attraktiv gestaltet und bis ins kleinste Detail für die jeweiligen Zielpersonen angepasst sind. Für den variablen Datendruck wird die digitale Drucktechnologie genutzt. Für die personalisierte Kommunikation werden Datenbanken, die die Inhalte für die Druckerzeugnisse enthalten, mit Ausgabegeräten wie der Digitaldruckmaschine verbunden. Wichtig für die personalisierte Kommunikation sind Regeln, mit denen die Auswahl der Inhalte aus den Datenbanken und ihre genaue Positionierung im gedruckten Dokument gesteuert werden.

VDP-Sprachen können anhand der Ebene, auf der die wiederverwendbaren Daten festgelegt werden, kategorisiert werden. Dabei werden die nachfolgend beschriebenen Technologien unterschieden.

Seitenbasierte Technologie: Hierbei werden die statischen, wiederverwendbaren Daten (Master-Element) als komplette Seiten beschrieben. Jedes Seitenelement wird als Master-Seite bezeichnet. Seitenbasierte Sprachen eignen sich mehr für einfache, variationsarme Layouts.

Elementbasierte Technologie: Hierbei werden die statischen, wiederverwendbaren Daten als Elemente oder Objekte beschrieben. Die elementbasierte Technologie hat den Vorteil, dass auf einer Seite sehr viele Einzelobjekte individuell als statische oder als variable Elemente verwendet werden können. VDP-Aufträge, die mit einer elementbasierten Sprache erstellt werden, verwenden wiederverwendbare Objekte für die variablen Elemente (z. B. Bilder). Da auf diese Elemente sehr oft zugegriffen werden muss, werden sie auf einem Server gespeichert und als Gruppe in den Cache-Speicher geladen.

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